Das Projekt

Das in Berlin – und deutschlandweit – einzigartige Projekt „LSBTI*-Krisenwohnung“ füllt seit Oktober 2019 eine bisher vorhandene große Lücke in der Versorgung von LSBTI*-Personen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität von sogenannter Zwangsverheiratung oder von körperlicher und psychischer Gewalt in ihrem sozialen Umfeld bedroht sind.

In der Regel müssen die Betroffenen ihr familiäres und soziales Umfeld komplett verlassen, um der Bedrohung bzw. Gefährdung zu entkommen. Anfragen zur Schutzgewährung liefen in der Vergangenheit ins Leere. Es war ein langer Weg von der Idee bis zur Implementierung des Projektes.

Geschichte der Schutzwohnung

Es war ein langer Weg von der Idee bis zur Implementierung des Projektes. Gemeinsam setzten sich der AWO Kreisverband Berlin Spree-Wuhle e.V., der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg e.V. und der Berliner Arbeitskreis gegen Zwangsverheiratung seit 2017 mit aller Kraft für die Umsetzung und Finanzierung ein. Viele Gespräche mit in Frage kommenden Senatsverwaltungen wurden geführt und Finanzierungsmöglichkeiten ausgelotet.

Noch vor einer möglichen Zusicherung bot sich dem Träger eine einigermaßen geeignete Wohnetage in einem Haus mit Garten außerhalb des S-Bahn Ringes an. Der AWO Kreisverband Berlin Spree-Wuhle mietete diese auf eigenes Risiko im Mai 2018 an.

Ist die akute Gefährdungslage abgemildert und die betroffene Person in Sicherheit, leisten die Mitarbeiter*innen Sozialberatung, Begleitung zu Behördengängen und Unterstützung bei der weiteren Lebensplanung für eine selbstbestimmte Zukunft. Hierzu sind die Fachkräfte der LSBTI* Krisenwohnung neben MILES mit weiteren externen Beratungsstellen und Organisationen vernetzt.

Der AWO Kreisverband Berlin Spree-Wuhle – auch Ausrichter des jährlich stattfindenden LesBiSchwulen Parkfestes im Volkspark Friedrichshain – berücksichtigt mit seinen Angeboten Personen, die häufig von Mehrfachdiskriminierung durch Rassismus, Sexismus, Homo- und Trans*feindlichkeit betroffen sind.

Ziele und Forderungen